Supplify – Protein Cookies

Wem Proteinriegel als eiweißreicher Snack zwischendurch langsam auf den Keks gehen, der greift einfach zum Cookie. Mag man den Versprechen von 32 % Protein, nur 1 Gramm Zucker und extrem leckeren Geschmack glauben schenken, so könnten die Protein Cookies von Supplify tatsächlich eine beliebte Sünde zur perfekten Sportler-Zwischenmahlzeit umtaufen. Zur Auswahl stehen vier Geschmacksrichtungen aus Chocolate Chunk, White Chocolate, Lemon Cake und White Chocolate Coconut.

Ob die Versprechen gehalten werden oder man weiterhin diszipliniert auf die Aufbauphase wartet, wird in diesem Review geklärt.


Verpackung & Design

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Jeder Cookie einzeln in einer weißen Kunststoff-Tüte verpackt und mit einem mehr oder wenig gerade angebrachtem Etikett beklebt. Das Design ist Supplify-spezifisch nicht sonderlich aufwendig gehalten, aber zumindest mit einer unaufdringlichen Abbildung der jeweiligen Sorte versehen. Auch die entsprechende Kalorienmenge pro Cookie ist praktischerweise mit abgedruckt.


Inhaltsstoffe

Beispielhaft die White Chocolate Coconut-Sorte

Proteinmischung (Milcheiweiß-Konzentrat, hydrolysiertes Kollagen) (35,4 %), Isomalto-Oligosaccharid-Sirup (Präbiotischer Ballaststoff) aus Tapiokastärke, Feuchthaltemittel Glycerin, Weiße Schokolade (Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Emulgator Soja-Lecithin, natürliches Aroma) (11,1 %), Kokosflocken (6,3 %), Weizenmehl Typ 1050, Pflanzenmargerine, Backtriebmittel Natriumcarbonat, Emulgator Soja-Lecithin, Aroma, Süßungsmittel Sucralose.

Wie für (Protein-) Snackprodukte üblich, müssen Sportler hinsichtlich einer möglichst naturbelassenen Ernährung und an einigen Stellen mindestens ein Auge zudrücken.
Als Proteinquellen kommen Whey und das vielerorts ungern gesehene Kollagen zum Einsatz. Letzteres verleiht Proteinriegeln häufig eine weichere Konsistenz und wird üblicherweise in geringeren Mengen verwendet. Wenn bereits als nächste Zutat das ebenfalls der Konsistenz dienende IMO-Sirup alias VitaFiber folgt, wirkt das Kollagen fehlplatziert. Der Proteingehalt der beiden Zutaten in Summe variiert je nach Cookie-Sorte von 32,7 % bis 44 %.

Neben synthetischen Aromen werden auch natürliche Zutaten wie Weiße Schokolade und Kokosflocken verwendet, welche den Geschmack positiv beeinflussen könnten. Auch wenn man Weizenmehl durch etwa Haferflocken und Pflanzenmargerine durch bei dieser Sorte sich anbietende Kokosfett aufhübschen könnte, fallen keine Zutaten gesundheitlich bedenklich auf.


Nährwerte

Nährwerte
pro Cookie
(40 g)
Chocolate
Chunk
White
Chocolate
Lemon
Cake
White
Chocolate
Coconut
Brennwert 154,8 kcal 153,6 kcal 137,5 kcal 154 kcal
Fett 4,4 g 4,2 g 1,9 g 4,9 g
 – davon ges. 2,3 g 2,2 g 0,7 g 3,2 g
Kohlenhydrate 14,6 g 14,6 g 12,6 g 12,7 g
 – davon Zucker 4,9 g 4,7 g 1,3 g 3,2 g
Ballaststoffe 3,2 g 4,1 g 4,8 g 4,6 g
Eiweiß 12,3 g 12,6 g 15,6 g 13,0 g
Salz 0,1 g 0,1 g 0,11 g 0,1 g

Verglichen mit einem herkömmlichen Cookie fällt nicht nur die Kalorienmenge rund 20% geringer aus, sondern auch deren Zusammensetzung wirkt sympathischer. Die Lemon-Cake Variante weist wegen fehlender Schoki in der Zutatenliste erwartungsgemäß weniger Fett und dafür rund drei Gramm mehr Protein als seine Geschwister auf. 30 % Protein pro Cookie klingen – die Quellen außer Acht gelassen – Sportler-freundlich. Mit einer strengen Low Carb Diät lassen sich die Supplify Protein Cookies kaum anfreunden, doch fallen die Kohlenhydratmengen durchaus moderat aus. Ebenso der Fettgehalt mit ca. 4 – 12 %.


Optik, Konsistenz & Geschmack

Jpeg

Verwechslungsgefahr mit warmen, frisch gebackenen Keksen kann wohl mit großer Sicherheit ausgeschlossen werden. Etwas ungünstig, dass die Cookies verkehrt herum in der Verpackung liegen, sodass der weiße Schoko-Überzug bei White Chocolate und White Chocolate Coconut auf dem oberen Bild nicht zu sehen sind.

Auch die Konsistenz kann für alle Sorten vorab beschrieben werden: Weich, mehlig, unnatürlich. Auch hier keine Verwechslungsgefahr mit einem echten Cookie, leider.

Chocolate Chunk

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Oh je. Erinnert etwas an einen Keks, den der Nachwuchs im Kindergarten selber gemacht hat und man mit aufgesetztem Lächeln „der schmeckt wirklich lecker“ die strahlenden Kinderaugen nicht traurig machen möchte. Nur dass man den Keks zur vergeblichen Rettung in Kakao tunkt – aus Wasser statt Milch. Er ist nicht ungenießbar, aber befriedigend ist der Cookie nicht.


White Chocolate

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Zumindest der Geruch lässt hier schon eher die Geschmacksrichtung erwarten. Er schmeckt zunächst etwas besser wie die Chocolate-Chunk Variante, doch als Nachgeschmack entfaltet sich eine stechende Süße.


Lemon Cake

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Fruchtig, zitroniger Geruch der ein Schimmerchen Hoffnung weckt. Zumindest wenn man die Konsistenz ganz außen vor lässt, schmeckt man eine durchaus passable Zitronen-Kuchen Note raus. Der hier noch ein Stück intensiver ausfallende Nachgeschmack lässt die Begeisterung dann doch nicht entfalten.


White Chocolate Coconut

Jpeg

Wer die Kombination aus Kokos und weißer Schokolade – wie z.B. ich – mag, der snackt hier das kleinste Übel. Der Geruch ist appetitanregend und auch der Geschmack könnte schlechter sein. Der Nachgeschmack fällt hier weniger penetrant aus, doch die Konsistenz stört wie auch bei den anderen Sorten den Genuss.


Fazit

Kurz und schmerzfrei: eine Empfehlung kann hier nicht ausgesprochen werden. Die Zusammensetzung könnte schlechter, aber auch problemlos ansehnlicher gestaltet werden. Die nackten Nährwerte wirken sympathisch. Optik, Konsistenz und letztlich der Geschmack überzeugen nicht. Nochmal kommt, wenn nötig, nur die White Chocolate Coconut Variante in Frage.

Der Preis fällt dafür mit 0,99 € pro Cookie nicht allzu schmerzhaft aus.

Die Supplify Protein Cookies sind z.B. >hier< bei Amazon oder >hier< bei Supplify selber erhältlich.

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