Misfit Ray

Die Features eines Fitness-Trackers sind praktisch – keine Frage, aber dennoch entscheiden sich viele aufgrund des gewissen Nerd-Faktors gegen die Anschaffung. Das zur Fossil-Group gehörige Unternehmen Misfit aus Amerika nimmt sich genau diese Problematik vor und bietet mittlerweile mehrere Wearables in der Optik modischer Acessoires an. Hierzu zählt auch das Misfit Ray als vielseitig tragbares Schmuckstück mit smarten Funktionen, welches in sechs verschiedenen Farbvarianten, wählbaren Armbandmaterialien oder auch als Halskette erhältlich ist.

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Verpackung & Lieferumfang 

Ganz im Stile des Misfit Ray fällt auch die Verpackung und der Inhalt minimalistisch aus. Eine dezent gehaltene Box in Schwarz mit klarsichtigem Fenster durch die der Tracker zu sehen ist. Auf der Rückseite werden weitere erhältliche Accessoires mit ansprechendem Foto schmackhaft gemacht und einige Infos gut leserlich aufgeführt.

Neben dem Tracker selber liegen eine kleine Bedienanleitung, sowie 3 kleine Knopfbatterien bei.


Merkmale & Design

Misfit beabsichtigt bei den Produkten auf ein zeitloses, modisches Design und derartiges trifft auch auf das Misfit Ray zu. Das in dem Fall matt-goldene Herzstück misst 3,8 cm in der Länge und 1,2 cm im Durchmesser bei einem Federgewicht von 8 Gramm. Auf der Innenseite ist das Misfit Logo abgebildet, während auf der Oberseite ein kleines, längliches LED Licht zu sehen ist.p_20160904_155812.jpg

Das dunkle und leicht transparente Sportband aus Kunststoff wirkt nicht sonderlich hochwertig, jedoch wird gegen Aufpreis ein sicherlich schickeres Lederarmband angeboten. Das Band lässt sich praktischerweise auf jede gängige Handgelenkgröße einstellen.

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Als Sensorik kommt ein obligatorischer Bewegungsmesser zum Einsatz. Das mehrfarbige LED Licht wird durch einen Vibrationsmotor ergänzt. Durch Antippen der Lünette lassen sich entsprechend eingestellte Funktionen steuern. Synchronisiert wird das Misfit Ray über das gängige Bluetooth Smart. Auch ist das smarte Schmuckstück bis zu einer Tiefe von 50 m wasserdicht.

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(Trage-) Komfort

Schlank und leicht wie das Misfit Ray ist, sitzt es auch dementsprechend kaum anders als ein gewöhnliches Armband. Der Verschluss hält sicher und auch beim Duschen oder im Regen braucht man sich keine Sorgen zu machen. Praktisch ist auch der Batteriebetrieb statt einem regelmäßig zum Aufladen anzuschließenden Akku. Die Batterielaufzeit wird mit 6 Monaten angegeben.

Nach Installation der zugehörigen App(s) über den Google PlayStore oder Apple App Store erkennt das Smartphone das Misfit Ray nach Einlegen der Knopfbatterien sehr schnell. Die App ist übersichtlich, ansprechend gestaltet und die Bedienung ist sehr intuitiv. Neben generellen Einstellungen lassen sich Aktivitäten Auswertungen und auch ein eigenes soziales Netzwerk einsehen bzw. bearbeiten.


Aktivitätstracking

Als 24/7 getragenes Wearable erfasst das Misfit Ray die Aktivitäten aus Schritten, verbrannten Kalorien wie auch Schritt-basierter Distanz und nachts den Schlaf mit Schlafdauer wie auch wach, leichtem- und erholsamen Schlaf-Phasen. Beim Einstellen des persönlichen Profiles aus Geschlecht, Größe, Gewicht usw. wird auch zwischen drei Aktivitätszielen gewählt, sodass je nach Wahl eine tägliche Aktivitäten-Punktzahl als Ziel gesetzt wird. Unter der Aktivitätsgrafik werden die angezeigten Möglichkeiten das Tagesziel in Form vorgeschlagener Aktivitäten wie noch 30 Minuten zu Joggen oder eine bestimmte Distanz zu schwimmen. Ein nettes Feature sind die Errungenschaften der Gesamtdistanz in Form einer Prozentzahl der Strecke von beispielsweise der Küstenlinie Kaliforniens oder des Mondumfangs. Der Inaktivitätsalarm lässt sich nach individuellen Zeitintervallen ohne größere Bewegung einstellen und erinnert dezent daran sich bei längerer Untätigkeit wieder etwas aktiv zu werden.
Die Daten werden bei Öffnen der App oder Aktualisierung innerhalb synchronisiert, wobei die LED des Misfit Ray blau aufleuchtet.

Durch doppeltes Antippen der Lünette leuchtet die Lampe in einer entsprechend dem Fortschritt der Aktivitätsziel-Erreichung Farbe auf. So stehen z.B. ein rotes Licht für 25 % und Orange für 50 % des Tagesziels. In den Übersichtsgrafiken lassen sich Stunden-genaue Statistiken bis hin zum Monats-Vergleich darstellen.

Optional lässt sich durch dreifaches Antippen die Aufzeichnung einer spezifischen Aktivität wie Radfahren, Basketball, Tennis und mehr starten. Je nach Sportart wird zudem die Trageposition am Handgelenk, Taille, Fußknöchel oder Hals empfohlen.

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Wie erwartet fallen die Messungen wegen fehlendem GPS-Tracking nicht sonderlich präzise aus. Die zurückgelegte Distanz wird nach den erfassten Schritten geschätzt, die durch den Bewegungssensor erfasst werden, welcher bekanntlich auch ähnliche Armbewegungen gerne als Schritte zählt. Nichtsdestotrotz bietet das Tracking einen guten Richtwert und motiviert besonders nach einem Bürotag nochmal die größere Runde spazieren zu gehen.


Smart Notifications & Nützliches

Eine persönlich sehr bei smarten Wearables geschätzte Funktion sind die Smart Notifications, die dezent über eingehende Anrufe, Nachrichten oder App-Benachrichtigungen informieren ohne ständig auf das Smartphone schauen zu müssen. In der Misfit App lässt sich für die entsprechende App-Benachrichtigung eine LED-Farbe und Vibrationsmuster individuell zuordnen. Durch Einstellen der gewöhnlichen Schlafzeiten wird zu entsprechenden Zeitabschnitten die Benachrichtigungsfunktion deaktiviert. Im Praxistest funktioniert das Feature zuverlässig und erweist sich im Alltag ziemlich praktisch. Sei es im Meeting oder beim Sport wenn das Smartphone gerade nicht in unmittelbarer Reichweite ist.

Ebenso praktisch ist der einstellbare Wecker, der durch einen sanften Vibrationsalarm zur eingestellten Uhrzeit aus dem Schlaf weckt. Hierbei lässt sich ein einmaliger oder täglich wiederholender Alarm einstellen, wobei die Auswahl bestimmter Wochentage sicherlich noch wünschenswert wäre.

Installiert man die zusätzliche Misfit Link App erweitert sich der gewöhnliche Funktionsumfang noch weiter. Dort können statt der Aktivitäten-Aufzeichnung bei dreifachem Antippen des Misfit Ray beispielsweise eine Musik-Steuerungen oder der Kamera Auslöser der Smartphone Kamera App als Funktionen hinterlegt werden. Auch lässt sich so ein Präsentationsclicker einstellen, wobei für mich persönlich ein Antippen meines Armbandes zum Wechseln der Folie wieder zu „Gadget“ erscheint.


Fazit und Preis

Das Misfit Ray ist ein smartes Wearable, welches der eingangs erwähnten Problematik dank einer schicken Schmuckstück Optik ein Ende setzt. Vielseitig tragbar fällt es kaum als smartes Gadget auf und lässt sich bequem den ganzen Tag über tragen. Das Aktivitätstracking bietet einen guten Richtwert, jedoch sollte die Wahl für präzises Sport-Tracking sicher auf eine Alternative fallen. Selbst rein als dezenter Sekretär am Handgelenk der über Anrufe, Nachrichten und Benachrichtigungen informiert hält, lohnt sich der Misfit Ray ungemein. Die zugehörigen Apps sind sehr bedienfreundlich gestaltet und funktionieren zuverlässig und intuitiv.

Der Misfit Ray ist >hier< (UVP 99,- €) erhältlich und lässt sich nachträglich durch passende Accessoires stets zum aktuellen Stil anpassen.

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