Holy Stone – F181 – Quadrocopter

Für einige eine realisierte Zukunftsvision, für andere ein ganzes Hobby. Flug-Drohnen, oder Quadrocopter sind schon weit keine unzugängliche Neuheit der Technikwelt sondern ein immer mehr beliebtes Gadget welches in Preisspannen von 2 bis 4-stelligen Summen und unterschiedlichsten Features von LED Beleuchtungen bis Kameras erhältlich sind.

Gründe genug den Trend selber zu testen. Für unseren ersten Quadrocopter Artikel wurde die Holy Stone F181, ein relativ preiswertes Modell mit dennoch vielversprechend großem Funktionsumfang getestet.


Verpackung, Lieferumfang und Zusammenbau

Geliefert wird die F181 in einem recht unspektakulär bedrucktem Karton mit der Drohne selber abgebildet und den wesentlichen Funktions-Merkmalen wobei sich Vorder- und Rückseite stark ähneln.

Innen drin liegen die Drohne selber und das Zubehör bestehend aus:

  • Der Fernbedienung
  • Standfüße
  • Rotatoren-Schützer
  • insgesamt 2 Akkus
  • 2 USB Ladekabel
  • 4 zusätzliche Rotatoren
  • Micro-SD Karte in der Kamera
  • kleiner Kartenleser
  • Schraubenzieher und
  • Garantie, Hinweise und Anleitungen auf englisch und deutsch

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Beide Akkus sind bei Lieferung vorgeladen, sodass nach insgesamt 6 kleinen Schrauben für die Rotatoren-Schützer und Standfüße und nicht zum Lieferumfang enthaltenen AA-Batterien für die Fernbedienung, die Drohne einsatzbereit ist.



Technische Daten, Verarbeitung und Design

Gerade mal 130 g schwer wiegt der Quadrocopter zusammengebaut inklusive Kamera, Batterie und Rotatoren-Schützer und misst in der Weise 30 cm Kantenlänge und 10 cm Höhe.

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Verbaut ist ein 6-Achsen-Bewegungssensor, der für eine stabilere Flugeigenschaft zu sorgen verspricht. Die flache 750 mAh starke LiPO Batterie wird unkompliziert in ein kleines Fach unter einer Plastik Abdeckung gesteckt und mit einem Kabel verbunden.

Die Kamera (keine Info zur Auflösung oder MP Zahl) wird ebenfalls einfach an der Plastik-Abdeckung angesteckt und speichert Videos und Fotos auf einer mitgelieferten 4 GB Micro-SD Karte. Direkt neben dem Kabelanschluss befindet sich auch der kleine An/Aus-Schalter der Drohne.

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An der Unterseite der Arme des Quadrocopters sind zudem rote und blaue LED Leuchten angebracht, welche über die Fernbedienung (de/)aktiviert werden können.

Die mitgelieferte Fernbedienung mit 2,4 GHz Technologie (Modellbau Standard) enthält zwei Hebel, zwei Kreuz-Tasten Feldern, eine kleine Leuchte mittig, Ein-/Aus-Taste, jeweils einer Taste am oberen Rand und einen fest angebrachten LCD Display.

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Optisch wirkt die Drohne besonders durch das matte Schwarz auf jeden Fall schick. In den Händen gehalten erweckt sie keinen besonders robusten Eindruck, dessen Gegenteil jedoch im Praxistest bestätigt wurde.


Praxistest

Den F181 zusammengeschraubt, ist er dank der freundlicherweise vorgeladenen Akkus bereits einsatzbereit. Wie üblich lässt sich die Drohne im zusammengebauten Zustand leider nicht mehr im Karton transportieren werden sodass hier eine sichere Alternative gesucht werden muss.

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Überarbeitungs-Bedarf besteht eindeutig in der deutschen Bedienanleitung. Meine Lieblingsstelle zitiert: „…Kontrolllampe der Ferbedienung leauchten und „Di“ ständig erschallen […] der gleiche Fall einträte, wiederholen Die den Vorgang.“

Bedienung der Fernbedienung

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Beim Einschalten der Fernbedienung ertönt ein kurzes akkustisches Signal; die LED Leuchte und der Display werden aktiviert.

Der linke Hebel steuert die Geschwindigkeit sowie die Drehung um die eigene Achse. Der Rechte neigt die Drohne in die entsprechend navigierte Richtung.

Über die vier Tasten des linken Kreuz-Tasten Feldes werden Licht, Videoaufnahme, Fotoauslöser sowie der Headless-Mode gesteuert, der später erläutert wird. Die rechten Tasten dienen der Trimmung, also der feinen Ausrichtung oder Tarierung der Drohne.

Die beiden oberen Tasten dienen links der Wahl zwischen 4 Geschwindigkeitsstufen (25%, 50%, 75% und 100%) wie empfindlich die Drohne auf die Steuerung reagieren soll und rechts für ein 360° Manöver in der Luft.

Das Display zeigt (leider) nicht etwa das Bild der Kamera, dafür aber andere praktische Daten an. So werden die Verbindungsstärke wie bei einem Handy in Balkendarstellung, Akkustand der Fernbedienung, Trimm-Regler, Foto/Video-Symbol, Geschwindigkeit des Motors und ein Symbol für die Leuchten der Drohne angezeigt.

Flugverhalten 

Drohne und Fernbedienung angeschaltet, Geschwindigkeitsregler zum Verbindungsaufbau einmal komplett hoch und runter gesteuert und die F181 ist einsatzbereit. Sehr praktisch ist die Möglichkeit zwischen verschiedenen Geschwindigkeitsstufen schalten zu können, sodass auch Anfänger sich schnell an die Steuerung gewöhnen können.

Den Quadrocopter in die Luft gebracht, reichen wenige Anpassungen der Trimmung und die Drohne schwebt nahezu selbstständig in der Luft, sodass der eigentliche Flug beginnen kann. Das Flugverhalten ist verglichen mit bisherigen Bekanntschaften anderer Modelle exzellent. Direkte Wiedergabe der Fernbedienung-Steuerung auch auf große Distanz. Im Übrigen sind die angegebenen 50-100 m Verbindungsreichweite sogar sehr vorsichtig angegeben. Die Lichter auszumachen empfiehlt sich nicht, da die verschiedenen Farben zusätzlich eine Orientierungshilfe durch Richtungsangabe der Drohne anzeigt.

Der Akku hält für eine FLugzeit von maximal 15 Minuten, wobei Foto-und vor allem Videoaufnahme deutlich die Akkulaufzeit reduziert. Beginnen die Leuchten während dem Flug an zu blinken, hat man noch etwa eine Minute Zeit den Quadrocopter zu landen, bevor dies unkontrolliert geschieht.

Wie bereits erwähnt, überrascht die Robustheit der F181. Stürze, Stöße und sogar die grobe Rettung aus einem Baum (wegen unbedachtem Spielen lassen eines Kindes) überlebte die Drohne ohne jegliche Mängel. Ein klarer Plus-Punkt.

Headless-Mode und Stunts

Eine Besonderheit, welche meistens nur Drohnen aus der hohen Preisklassen aufweisen, ist der Headless Mode, auch Directional Command Mode (DCM) bzw. relativer Steuermodus
genannt. Diesen über die rechte Taste des linken Kreuzfeldes aktiviert, fliegt die Drohne unabhängig von der Ausrichtung immer vom Piloten aus gesehen in die durch den rechten Steuerhebel gelenkte Richtung. Sprich: Egal in welche Richtung der F181 zeigt, wenn von mir aus gesehen nach rechts gelenkt wird, fliegt sie auch von mir aus gesehen nach rechts. Gerade zum Erlernen der Steuerung ist der Headless-Mode sehr praktisch, da die Drohne bei Bedarf schnell zurückgeflogen werden kann.

Eine weitere ziemlich klasse Funktion ist der 3D Modus, indem die Drohne nach Betätigen der rechten oberen Hintertaste in die Richtung einen Salto macht, in die der rechte Hebel gesteuert wird.

Foto- und Videoaufnahme

Die Aufnahmen werden wie angesprochen leider nicht direkt übertragen bzw angezeigt, sondern auf die SD Karte gespeichert. Die Qualität erinnert an die meines ersten Nokia-Handys mit einer Kamera, aber eine Video-Aufnahme aus der Vogelperspektive ist dennoch sehenswert. Fotos gelingen trotz sehr ruhigem Flugverhalten bzw sogar Schweben, kaum scharf.

Ein kleines Video zum Start, Flugverhalten, Headless-Mode, 3D-Mode und Luftaufnahme haben wir >>hier<< bereitgestellt.

Übrigens ist der mitgelieferte SD-Karten Leser zu loben. Klein und dennoch einwandfrei und praktisch.


Fazit und Preis

Die Holy Stone F181 ist eine perfekte Drohne für Anfänger wie auch Fortgeschrittene. Das Flugverhalten und Vorhandensein des Headless-Mode wie auch dem Salto-Feature sind ausgezeichnet und machen ziemlich Spaß. Positiv überrascht hat auch die Robustheit des Quadrocopters, sodass auch turbulentes Erlernen der Steuerung kein Problem darstellt.
Verbesserungspotential besteht bei der etwas schwachen Kamera und sicherlich in der Bedienanleitung.

Der Preis der F181 liegt bei Amazon aktuell bei 70,99 € und stellt damit ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis dar.

Die Holy Stone F181 ist >>hier<< erhältlich.

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Ein Kommentar zu „Holy Stone – F181 – Quadrocopter

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